Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Standort Münster-

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Inhalt: Unsere Geschichte

19.Jahrhundert 20.Jahrhundert
punke 1815
Nach der Neuordnung der Ländergrenzen auf dem Wiener Kongress bleiben als Rheinanlieger 7 Staaten übrig, darunter das Königreich Preußen mit seiner Rheinprovinz, das den Rhein von der Nahemündung (linksrheinisch) bzw. von der Lahnmündung (rechtsrheinisch) bis zur niederländischen Grenze verwalten soll.

Seilschleppschifffahrt auf dem Rhein, 1869

[Rheintauer ("Hex") mit seitlich beweglichen Leitrollen]

punke1816
Der Wiener Kongress verpflichtet die Rheinanliegerstaaten, alles, was die Schifffahrt auf dem Rhein betrifft, in gemeinsamer Übereinkunft zu regeln. Zu diesem Zweck wird die "Zentralkommission für die Rheinschiffahrt" gegründet. Die Aufgaben der Stromunterhaltung in der preußischen Rheinprovinz stehen unter der Leitung der Regierungspräsidenten in Koblenz,Köln und Düsseldorf.

punke1849
Beim Regierungspräsidenten in Düsseldorf übernimmt Regierungs- und Baurat Nobiling die Leitung der Regulierungsmaßnahmen für den gesamten preußischen Rhein

punke1851
Beim Oberpräsidenten der Rheinprovinz in Koblenz, der den Regierungspräsidenten übergeordnet ist, wird als zentrale Einrichtung diePreußische-Rheinstrom-bauverwaltung gegründet. An ihrer Spitze steht der erste RheinstrombaudirektorNobiling. Er ist jetzt zuständig für die Regulierungs- und Unterhaltungs-maßnahmen der gesamten preußischen Rheinstrecke.


punke1889
Die Geschichte einerWasser und Schifffahrts-verwaltung in der preußischen Provinz Westfalen beginnt mit dem Gesetz zum Bau desDortmund-Ems -Kanals. Das preußische Ministerium der öffentlichen Arbeiten richtet in Münster eine "Projektgruppe" ein, die "Königliche Kanalkommission", die ihre Tätigkeit am 01. Juli 1889 aufnimmt.
Kanalarbeiter um 1895

[Schleusenbau]

punke 1898
Zur Verwaltung des neuen Kanals wird beim Oberpräsidenten der Provinz Westfalen in Münster die "Dortmund-Ems-Kanalverwaltung" eingerichtet. Die "Königliche Kanalkommission" wird aufgelöst.
Historisches Schiffshebewerk Henrichenburg

[Schiffshebewerk "Henrichenburg"]

punke 1906
Für den Bau weiterer Schifffahrtskanäle "vom Rhein bis zum Dortmund-Ems-Kanal einschließlich eines Lippeseitenkanals von Datteln bis Hamm..." wird die Königliche Kanalbaudirektion in Essen gegründet. Sie ist von Anfang an dem Oberpräsidenten der Provinz Westfalen in Münster unterstellt.

punke 1921
Die Wasserstraßen gehen entsprechend den Bestimmungen der Weimarer Reichsverfassung in das Eigentum des Reiches über. Für die bauliche Verwaltung der preußischen Wasserstraßen sind in der Zentralinstanz nicht mehr preußische Ministerien zuständig, sondern die neu geschaffene Abteilung für Wasserstraßen beim Reichsverkehrsministerium. Die auf Mittel- und Ortsebene angesiedelten Verwaltungseinrichtungen unterstehen jedoch nach wie vor preußischer Verwaltung.

punke 1924
Die Königliche Kanalbaudirektion Essen wird aufgelöst. Die Verwaltung der neuen Kanäle wird der Dortmund-Ems-Kanalverwaltung in Münster zusätzlich übertragen. Sie heißt nun"Wasserbaudirektion Münster".
Historisches Gebäude der Wasserbaudirektion

[Sitz der Wasserbaudirektion beim Oberpräsidenten der Provinz Westfalen in Münster]

punke 1934-1943
Im nationalsozialistischen Einheitsstaat wird die Länderhoheit beseitigt und Preußen die Verwaltung der Wasserstraßen entzogen. Die auf Mittel- und Ortsebene angesiedelten Behörden werden vom Reich als Wasserstraßendirektion bzw. Wasserstraßenämter übernommen.

punke 1946
Die Wasserstraßendirektion Münster verwaltet auch unter britischer Militärregierung weiterhin das westdeutsche Kanalnetz. Für die Rheinstrecke von der Landesgrenze Nordrhein-Westfalen / Rheinland-Pfalz bis zur deutsch-niederländischen Grenze bei Emmerich wird die Wasserstraßendirektion Duisburg eingerichtet.

punke 1949
Gemäß Artikel 89 des neu geschaffenen Grundgesetzes wird der Bund Eigentümer der früheren Reichswasserstraßen. Er verwaltet sie durch eigene Behörden: die Wasser und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. In ihrem Geschäftsbereich liegen seit dem 01.11.1949 u.a. die Wasser und Schifffahrtsdirektionen Münster und Duisburg.

punke 1976
Im Zuge der Neuordnung der Wasser und Schifffahrtsverwaltung des Bundes werden die Wasser- und Schifffahrtsdirektionen Münster und Duisburg aufgelöst und ab 01.01.1976 eine neu strukturierte Wasser- und Schifffahrtsdirektion West mit Sitz in Münster geschaffen. Diese neue Direktion umfasst die Gebiete und Aufgabenbereiche der aufgelösten Wasser- und Schifffahrtsdirektionen Münster und Duisburg.