Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Standort Münster-

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Inhalt: Rhein-Herne-Kanal: Alter und Ausbaustand

Der Rhein-Herne-Kanal wurde 1906-1914 mitten durch bereits aufgeschlossene bzw. noch zu erwartende Abbaufelder des Steinkohlenbergbaus an der Emscher zur Erschließung dieser Region "Ruhrgebiet" und als Verbindungskanal zwischen Rhein und Dortmund-Ems-Kanal erbaut. Mit 7 Kanalstufen zu je 5 m bzw. 6 m Höhe wurde die Höhendifferenz zwischen Rhein und Dortmund-Ems-Kanal überwunden.
Infolge unterschiedlicher Bergsenkungen konnten durch kleinere Streckenausbaumaßnahmen beim Ersatz der alten Schleusen zwei Stufen (Essen Dellwig und Herne-West) entfallen, andere weisen jetzt mehr als 12,00 m Höhenunterschied auf.
Die alten Schleusen mit den Kammerabmessungen von 165,00 m nutzbarer Länge und 10,00 m nutzbarer Breite wurden durch neue Schleusen mit den Kammerabmessungen 190,00 m x 12,00 m ersetzt. Die Erneuerung der Schleusenkette wurde 1994 abgeschlossen.
Der Westteil des Rhein-Herne-Kanals ist bis zum Stadthafen Gelsenkirchen freigegeben für Schubverbände (186,50 m x 11,45 m) und für Großmotorgüterschiffe bis zu 110 m Länge, 11,45 m Breite und 2,80 m Abladung.
Ein Teil der Uferstrecke ist vor allem im Zuge der Beseitigung von Bergschäden mit Spundwänden ausgebaut, die übrigen Strecken weisen Böschungsbauweise auf.
Der Restausbau östlich von Gelsenkirchen für 2,80 m abgeladene Großmotorgüterschiffe und Schubverbände ist im Bundesverkehrswegeplan 2003 vorgesehen.