Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Standort Münster-

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Inhalt: Dortmund-Ems-Kanal: Alter und Ausbaustand

Bauarbeiten neue Schleuse HünteDer DEK wurde in einer Bauzeit von nur 7 Jahren (1892 - 1899) als erster der großen Binnenschifffahrtskanäle für einen Jahresgüterverkehr von 4,5 Mio. Gütertonnen mit Schleppzugschleusen konzipiert. Nach kurzer Zeit stellten sich insbesondere die Schleusen als leistungshemmend für das tatsächliche Verkehrsaufkommen heraus. Daher wurden bis 1914/1915 zweite größere Schleusen zwischen Henrichenburg und Gleesen gebaut.
Baugrube Schleuse BöllingerfährEtwa zwischen 1936 und 1955 wurde der Kanalquerschnitt zwischen Dortmund und Papenburg vergrößert, teilweise durch den Bau Neuer Fahrten (neues Kanalbett neben dem alten). Der nächste Schritt war der Ausbau von 4 sogenannten Überholstrecken (Querschnittsvergrößerung des vorhandenen Kanalbettes) zwischen 1966 und 1983 für die seit 1963 mittlerweile zugelassenen Europaschiffe (85,0 x 9,5 x 2,5 m) in der DEK-Südstrecke mit insgesamt rd. 19 km Länge.
Heute stellt die rd. 86 km lange DEK-Südstrecke zwischen Datteln und Bergeshövede einen bedeutenden Teil des West-Ost-Schifffahrtsweg zwischen dem Rhein mit seinen Nebenflüssen und den Stromgebieten von Weser, Elbe und Oder dar.

Die Fortführung der Ausbaumaßnahmen in der DEK-Südstrecke für den Verkehr mit Großmotorgüterschiffen (110,0 x 11,45 x 2,8 m) und Schubverbänden (185,0 x 11,45 x 2,8 m) steht im Bundesverkehrswegeplan 2003 als vordringliche Maßnahme. Er beinhaltet die Querschnittsvergrößerung der gesamten Strecke, ausgenommen die Überholstrecken. Das Ausbauziel soll in Teilschritten erreicht werden.
Wichtige Teilziele werden 2013 mit der Fertigstellung der Zwillingsschleuse an der Kanalstufe Münster und der Kanalüberführung über die Lippe erreicht. Mit dem Ausbau der 4km langen Stadtstrecke Münster, die u.a. dem Neubau von insgesamt 7 Brücken und zahlreichen Dükern umfasst, wird 2012 noch begonnen werden. Begonnen wird 2013 auch mit dem Neubau der Kanalüberführung über die Ems bei Münster.
Der Ausbau auf der DEK-Südstrecke ist soweit vorangeschritten, dass seit Februar 2011 Schiffe mit 110m Länge, 10,60m Breite und 2,50m Abladetiefe zugelassen sind.

Auch für die DEK-Nordstrecke vom Abzweig Mittellandkanal bei Bergeshövede bis Papenburg laufen bzw. sind Baumaßnahmen für eine verbesserte durchgängige Befahrbarkeit für Europaschiffe und Großmotorgüterschiffe geplant .

Die Schleusen im nördlichen Abschnitt zwischen Gleesen und Papenburg verfügen alle über eine nutzbare Kammerbreite von 11,70 m bis 12,00 m und eine nutzbare Kammerlänge von 165,00 m (Schleuse Hüntel = 223 m). In diesem DEK - Abschnitt wurden die großen Schleusen Meppen, Varloh, Bollingerfähr und Düthe grundinstandgesetzt. Die Grundinstandsetzungen für die Schleusen Hüntel und Hilter sind in Vorbereitung. Die Arbeiten garantieren auch zukünftig die Nutzbarkeit und bieten mit der Einführung der vollständigen Schleusenautomatisierung erweiterte und bedarfsgerechte Schleusenbetriebszeiten.

Die Schleusen im südlichen Abschnitt zwischen Bergeshövede und Gleesen verfügen lediglich über eine nutzbare Kammerbreite von 10,00 m. (Ausnahme ist die bereits 1974 neu gebaute Schleuse Altenrheine mit einer Kammerbreite von 12,00 m.)
Die Planfeststellungsverfahren für den Neubau der Schleusen in Niedersachsen (Venhaus, Gleesen, Hesselte) und in Nordrhein-Westfalen (Bevergern, Rodde) sind in 2012 in Vorbereitung.

Die Brücken der gesamten Strecke sollen langfristig in der gesamten Nordstrecke auf eine Durchfahrtshöhe von mindestens 5,25 m angehoben werden. Je nach Verkehrsentwicklung soll der Kanalquerschnitt an einzelnen Punkten sukzessive erweitert werden.