Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Standort Münster-

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Inhalt: Brückentypen

Brücken werden je nach Tragwerkskonstruktion in verschiedene Typen eingeteilt. Hier die Brückentypen, deren Tragwerkskonstruktion sich im Verkehrswasserbau bewährt haben.

Deckbrücke (z. B. zweistegiger Plattenbalken)

Konstruktion:
Als Betonkonstruktion nur bedingt einsatzfähig, da ein Lehrgerüst erforderlich ist. Das Lehrgerüst engt das Lichtraumprofil ein. Unter laufendem Schiffsverkehr schwer zu montieren.

Architektur:
Die Deckbrücke ist nur bedingt gestaltbar. Im Detail sind Varianten möglich. Die Deckbrücke bleibt in ihrer Ausdruckskraft als Brücke bescheiden. Gestaltungsschwerpunkte sind die Widerlager, die Stützen, der Überbau mit Gesims und Geländer.

Trogbrücke mit randseitigem Stahlfachwerk

Konstruktion:
Durch die niedrige Bauhöhe ist auch dieser Brückentyp sehr gut für Ersatzbauwerke der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung geeignet. Herstellung der Brücke an Land und späteres Einschwimmen erlauben den Bau der Brücke unter Verkehr auf der Bundeswasserstraße.

Architektur:
Typisches Bild einer Brücke. Durch die hohen Ansichtsflächen hat diese Brücke auch eine gute Fernwirkung. Da sich die moderne Fachwerkkonstruktion in ihrer Silhouette kaum von alten Fachwerkbrücken unterscheidet, wird diese Brücke gerne als Äquivalent für alte, abzureißende Brücken genutzt. Nachteilig ist der etwas nostalgisch wirkende Eindruck dieser Brücken.

Trogbrücke mit randseitigen Stabbögen

Konstruktion:
Diese sehr wirtschaftliche Brückenform wird aufgrund der niedrigen Bauhöhe sehr oft in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung eingesetzt. Auch dieser Brückentyp lässt sich an Land herstellen und, mit kurzfristiger Unterbrechung des Schiffsverkehrs, einschwimmen.

Architektur:
Die Stabbogenbrücke entspricht dem typischen Brückenbild neuerer Zeit. Sie ist sinnfälliger Ausdruck von Momentenverlauf und Architektur. Über die bekannten Möglichkeiten von gekreuzten Hängern und geneigten Hängerebenen hinaus, gibt es noch eine Vielzahl weiterer Gestaltungsmöglichkeiten.

(Aus: Udo Beuke, Bundesanstalt für Wasserbau, "Architektur der Brücken")