Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle West-

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Inhalt: Wassersparen beim Schleusen

Die Sparschleuse

Um Wasserverluste so gering wie möglich zu halten, lässt sich jede Schleuse als Sparschleuse auslegen.
Eine Sparschleuse besitzt Sparbecken. Beim Leeren der Schleusenkammer werden etwa 50 % der Wassermenge den Sparbecken zugeleitet und die restlichen 50 % ins Unterwasser abgegeben. Für das Füllen der Schleusenkammer wird das Wasser aus den Sparbecken wieder in die Schleusenkammer zurückgeleitet. Die restlichen 50 % der benötigten Wassermenge werden aus dem Oberwasser zugeleitet.

Die Funktionsweise der Sparschleuse
Bei der Talschleusung fährt das Schiff vom Oberwasser her in die Schleusenkammer ein. Das Obertor wird geschlossen und zunächst der Verbindungslauf, der die Schleusenkammer mit dem oberen Sparbecken verbindet, geöffnet. Rund 25 % des Wassers aus der Schleusenkammer fließen dem oberen Sparbecken solange zu, bis die Wasserspiegel in der Schleusenkammer und im oberen Sparbecken gleich sind (Prinzip der kommunizierenden Röhren). Dann wird der Verbindungslauf zum oberen Sparbecken geschlossen und der Verbindungslauf zum unteren Sparbecken geöffnet. Wenn beide Sparbecken gefüllt und damit 50 % des Wassers aus der Kammer abgeflossen sind, wird die restliche Hälfte des Kammerinhalts über den Grundlauf und die Längsläufe an den beiden Seiten der Kammer über ein Auslaufbauwerk in das Unterwasser abgegeben.
Bei der Bergschleusung werden die Zulaufkanäle in umgekehrter Reihenfolge geöffnet und das Wasser aus den Sparbecken in die geschlossene Schleusenkammer zurückgegeben. Der Wasserbedarf, der nicht aus den Sparbecken gedeckt werden kann, wird aus dem Oberwasser über ein Einlaufbauwerk vor dem Oberhaupt, durch den Grundlauf und die Längsläufe in die Kammer geleitet.

Die Zwillingsschleuse
Zwei Schleusen an einer Kanalstufe können zu einer Zwillingsschleuse verbunden werden. Dieses System bietet sich vor allem da an, wo der Schiffsverkehr in beide Richtungen ungefähr die gleiche Dichte hat. Eine der beiden Schleusenkammern übernimmt dabei jeweils die Funktion des Sparbeckens. Berg- und Talfahrt können gleichzeitig geschleust werden, wobei das Wasser zwischen den Kammern jeweils nur hin und her fließt.