Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Standort Münster-

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Inhalt: Wie Schleusen heute bedient werden

Früher waren noch 2 Mitarbeiter je Schicht notwendig, um jeweils eine Schleuse zu bedienen. Künftig werden mindestens zwei Schleusen von einem Schleusenbediensteten ferngesteuert.

Was auf den ersten Blick abenteuerlich wirkt, ist durch den Einsatz moderner Steuerungs- und Übertragungstechnik möglich geworden. Mit der Einrichtung moderner Fernsteuerungstechnik kann das Angebot für die Schifffahrt optimiert und gleichzeitig die Betriebsausgaben reduziert werden. Die Fernbedienung der Schleusen ermöglicht einen Rund - um - die - Uhr - Betrieb und bringt der Schifffahrt damit größeren zeitlichen Spielraum. Die Schleusen an den Bundeswasserstraßen werden zukünftig von Fernsteuerzentralen aus bedient. Fernbedienzentralen im Bereich der WSD West sind bisher eingerichtet am Dortmund-Ems-Kanal in Herbrum (Schleuse Herbrum), in Meppen (Bauhof) und in Bergeshövede, am Datteln-Hamm-Kanal in Hamm (Schleuse Hamm), am Rhein-Herne-Kanal/Ruhr in Duisburg (Schleuse Duisburg-Meiderich).

Schleusensteuerung per Mausklick
Früher war es Stand der Technik, die Steuerung einer Schleuse mit Relais- Technik und einem elektromechanischen Bedienpult auszustatten. Die Schleusenbediensteten steuerten und bedienten beinahe die komplette Schleuse über ein 3 x 1 m großes Steuerpult. Moderne Schleusen werden nicht mehr mit einem Bedienpult, in dem sich Knöpfe und Anzeigenlampen befinden, sondern mit einer Bildschirmsteuerung ausgestattet. Auch die Relaistechnik ist weitgehend überholt und wird durch eine speicherprogrammierte Steuerung (SPS) ersetzt.

Mit der Visualisierung und entsprechender SPS werden alle Daten aufbereitet und am Bildschirm dargestellt. Damit kontrolliert der Anwender, hier der Schleusenbedienstete, mit der Maus und dem Monitor "seine" Schleuse. Nahezu alle Funktionen, beispielsweise das Fahren der Tore und Verschlüsse, aber auch der Betrieb von Heizungen und Beleuchtungen, werden über den Leitrechner bzw. die Visualisierung gesteuert. Durch diese Bildschirmsteuerung ist auch der Grundstein für die Fernsteuerung gelegt, da der Leitrechner sich nicht an der zu steuernden Anlage befinden muss. Die Daten werden über spezielle leistungsstarke Glasfaser-Leitungen von den einzelnen Schleusen zur Fernsteuerzentrale geschickt, um dort vom Leitrechner angezeigt zu werden bzw. Befehle an die Anlage zurückzuschicken.