Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle West-

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Inhalt: Schleuse

Anders als natürlich fließende Gewässer muss ein Kanal Geländestufen überwinden, ohne dass dabei sein Wasser den 'Bach runter geht'. Auf einen fortwährend sprudelnden Nachschub, der alles 'im Fluss' und auf einem schiffbaren Niveau hält, kann eine künstliche Wasserstraße nicht zurückgreifen. Es gilt also, höher- wie tiefer gelegene Orte so miteinander zu verbinden, dass dabei möglichst wenig Wasser verloren geht. Das gelingt mit Hilfe der Schleusen.

Schleusen bestimmen wesentlich die Leistungsfähigkeit eines Kanals. Ihre Zahl und Anordnung bilden zusammen mit ihren Abmessungen die Engstellen einer künstlichen Wasserstraße - Engstellen, die sich nicht beliebig im Nachhinein verändern lassen. Vertiefungen wie Verbreiterungen einer Schleuse sind kaum durchführbar, jede Bautätigkeit an ihr führt zudem zu Verzögerungen oder gar Unterbrechungen des Schiffsverkehrs. Die Konzeption der Schleusen muss also auch immer im Hinblick auf die zukünftigen Entwicklungen erfolgen. Dabei jedoch vorsorglich auf übermäßig große Abmessungen zurückzugreifen, wäre - weil wirtschaftlich unsinnig - ein Fehler.

Da Schleusen zwar unabdingbare Voraussetzung für die Kanalschifffahrt sind, jede einzelne von ihnen aber in jedem Fall auch ein zeitraubendes Hindernis darstellt, kommt es darauf an, ihre Zahl so gering wie möglich zu halten. Das wiederum erhöht das Schleusengefälle, dessen Überwindung seine Grenzen in den baulichen Möglichkeiten der jeweiligen Zeit sowie den jeweiligen Bedingungen des Geländes findet.