Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Standort Münster-

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Inhalt: Die Entwicklung des Schleusenbaus

Die Entwicklung des Schleusenbaus

Die ersten Schleusen wurden gebaut, um die Schiffbarkeit von Flüssen zu ermöglichen bzw. zu verbessern. So errichtete man bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts sogenannte einfache Stauschleusen.
"Das aufgestaute Wasser wurde von Zeit zu Zeit durch Heben des Schützes abgelassen. Hierdurch entstanden Wasserschwellen, auf denen die Schiffe über die Staustufen gelangten und die sonst zu seichten Flussstrecken zwischen den einzelnen Stauschleusen befahren konnten.
Diese Schwellenfahrt verbrauchte viel Wasser und war zeitraubend. Die beim Öffnen entstehenden Wasserstrudel waren auch für die Schiffe nicht ungefährlich. Der hamburgische Strombaudirektor Woltmann sagte in seinem 1826 erschienenen Buche, "dass 3 Fuß Fall wohl das mehrste sey für große Flußprahmen bei diesen einfachen Schleusen oder Fährlöchern." (aus: Leo Sympher Die Wasserwirtschaft Deutschlands und ihre neuen Aufgaben, Berlin 1921)
Wie man sich leicht vorstellen kann, kam es beim Gebrauch der Stauschleusen darauf an, das Schleusentor so schnell es ging zu öffnen, damit möglichst viel Wasser auf einmal für die Schwellenfahrt zur Verfügung stand.
Die einfachste Form der Schleuse verkörperte die einschiffige Kammerschleuse. Die Maße dieser Schleuse waren klein gehalten, da zu der Zeit kein natürlicher Wasserzufluss vorhanden war. Was bei jedem Schleusungsvorgang an Wasser verloren ging, wurde durch ein Pumpwerk mit Flusswasser ersetzt.