Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle West-

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Inhalt: Kanalbett

kanalbett


Wie dem Kanal das Bett bereitet wird

Das Kanalbett wird in Tiefe und Breite den aktuell gängigen Schiffsgrößen angepasst. Dabei wird der Kanalquerschnitt so groß gewählt, dass die Schiffe nicht einfach nur genügend Platz haben, sondern so, dass das Wasser den Schiffen möglichst wenig Widerstand bietet.
Je knapper das Kanalbett im Verhältnis zu einer bestimmten Schiffsgröße ausgelegt ist, desto mehr Schubkraft muss vom Schiff geleistet werden, um das Wasser zu verdrängen. Ein ungünstiges Verhältnis vom Wasserquerschnitt zum Schiffsquerschnitt hat nicht nur einen unwirtschaftlichen Betrieb des Schiffes zur Folge, sondern bringt außerdem eine unnötig hohe Belastung von Kanalsohle und -böschung mit sich, welches zur Zerstörung des Ufers und der Sohle führen kann.
Einfluss auf den Fahrwiderstand wie auf die Beanspruchung der Uferzone hat aber auch die Form des Kanalbettes (Kanalquerschnitt); so bietet eine sanft auslaufende Böschung dem verdrängten Wasser naturgemäß weniger Widerstand als eine senkrechte Spundwand.

Welche Bauweise letztlich gewählt wird und welche Materialien dabei verwendet werden, hängt auch von anderen Faktoren wie etwa der Bodenbeschaffenheit, der Betriebssicherheit - so muss schließlich auch die Dichtigkeit des Kanalbettes gewährleistet sein - und möglicher Randbebauungen ab.

Böschungen, Deckwerke und Spundwände
Das Kanalbett muss den Belastungen aus dem Schiffsverkehr standhalten. Deshalb werden die Uferböschungen des Kanals befestigt. Deckwerke in mehreren Schichten sichern die Böschungen. Sie bestehen aus Ton, Mineralfiltern, Sanden und Kiesen und aus Schüttsteinen. Bei senkrechten Ufern schützen die Spundwände das Ufer vor Erosion und umfassen das Gewässerbett.

Dichtungen und Dämme
Kanalstrecken, in denen der Kanalwasserspiegel oberhalb des Grundwassers liegt, müssen gedichtet werden, um das Versickern des Wassers zu verhindern. Kanalstrecken, in denen der Kanalwasserspiegel zum Teil bis zu 15 m über dem umgebenden Gelände liegt, werden durch gedichtete Erddämme aus Fein -und Mittelsanden, gelegentlich auch aus Mergel vor dem Auslaufen geschützt.

Die Sicherheit der Kanaldämme wird regelmäßig überprüft. Sachkundige Dammbeonachter begehen die Dammstrecken erfassen, messen und melden jegliche - auch geringfügige - Veränderungen

des Dammkörpers.