Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle West-

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Inhalt: Wasserbau am frei fließenden Fluss

Natürliche Wasserstraßen - komplexe Systeme

Natürliche Wasserstraßen stellen ein komplexes Gesamtsystem dar, in dem unterschiedliche Faktoren sich gegenseitig beeinflussen und kaum steuerbare, dynamische Veränderungsprozesse auslösen.

Zu diesen Faktoren zählen:

Hydrologie und Hydrodynamik,
wobei letztere exemplarisch charakterisiert ist durch die Schlagworte Strömungen, Strömungsgeschwindigkeiten bzw. die den Feststofftransport gleichfalls maßgeblich beeinflussenden Sekundärströmungen.
Anthropogene Eingriffe,
wie die Regelung und Steuerung der staugeregelten Nebenflüsse, damit verbunden die Bewirtschaftung, Wasser-überleitungen und Kühlwasserentnahmen.
Morphologie,
mit ihrer besonderen Bedeutung für einen frei fließenden Fluss. Feststofftransport, Sohlenmaterial, und gewässermorpho-logische Prozesse beschreiben diesen Aspekt.
Biologische Prozesse,
wie die allmähliche Erhöhung der Flusssohle durch Schwebstoffe im Wasser, die den freien Austausch aus dem Wasserkörper zum Grundwasser verhindern, indem sie den Porenraum im Boden verstopfen. (Kolmation).

Dynamische Änderungsprozesse, ausgelöst durch die o. g. Faktoren, die die Struktur des Gewässerbetts einer frei fließenden Wasserstraße fortschreitend verändern, muss der Wasserbau bei allen seinen Maßnahmen berücksichtigen.
Wasserbau am Rhein bedeutet daher ständige Beobachtung der morphologischen und hydrologischen Prozesse und behutsame Reaktion auf die festgestellte Entwicklung, möglichst so wie der Strom es verlangt.