Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle West-

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Inhalt: Hydrologische Daten

Hydrologie - Die Lehre vom Wasser

Das Wasser im Rhein
Die hydrologischen Verhältnisse des Rheins sind für die Schifffahrt außergewöhnlich günstig. Mit einer mittleren jährlichen Niederschlagshöhe von 900 mm zählt das Rheingebiet zu den niederschlagsreichsten Flussgebieten Europas. Obwohl das Einzugsgebiet bis Basel noch nicht ein Viertel des Gesamtgebietes umfasst, führt der Rhein bei Basel im Jahresdurchschnitt knapp die Hälfte des Gesamtabflusses. Die Wasserführung ist im jahreszeitlichen Verlauf, abgesehen von einzelnen Hochwasserspitzen, ziemlich ausgeglichen.

Am Niederrhein verhält sich der niedrigste zum höchsten Abfluss nur wie 1 : 20 (zum Vergleich: Mosel 1 : 219, Main 1 : 55, Neckar 1 : 84). Dies hat folgende Ursachen:

Im Winter ist zwar der Wasserabfluss aus den Alpen durch die Speicherung der Niederschläge als Schnee gering, doch wird dies durch hohe Abflüsse aus den Mittelgebirgen ausgeglichen. Anders ist es im Sommer. Dann herrscht in den Mittelgebirgsflüssen Niedrigwasser, aber die nur langsam schmelzenden Schneemassen der Alpen sorgen bis in den Hochsommer hinein für beachtliche Abflüsse.

Die zahlreichen Alpenrandseen tragen zu diesem Ausgleich bei, indem sie mit ihrem großen Speichervermögen die hohen sommerlichen Zuflüsse nur langsam wieder abgeben. Darüber hinaus dämpfen sie die großen Abflussschwankungen der Hochgebirgszuflüsse.

Durch den Bau der künstlichen Speicherseen besonders nach 1950 im Hochgebirge (ca. 1 900 Mio. m³) und durch die 1. und 2. Juragewässerkorrektion in der Schweiz sind die jahreszeitlichen Abflussschwankungen weiter vermindert worden.

Beobachtung und Auswertung der hydrologischen Daten
Die hydrologischen Verhältnisse des Rheinregimes werden im Rahmen des gewässerkundlichen Dienstes der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung insbesondere durch Pegelanlagen, Abflussmessungen und Strompeilungen beobachtet und ausgewertet. Die Aufgabe der Auswertung und auch weiterführende wissenschaftliche Untersuchungen liegen bei der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Karlsruhe und der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz. Deren Ergebnisse sind elementar, um die richtigen Folgerungen für die Vorflut, den Schiffsverkehr sowie für die Unterhaltung und einen evtl. notwendigen Ausbau des Rheins ziehen zu können.

Gewässergüte
Der Gewässerschutz (Gewässergüte) ist nicht Aufgabe der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, sondern der Länder. Daten über die Wassergüte sind aber auch für den Betrieb der Wasserstraßen wichtig. Es besteht deshalb mit den Wasserwirtschaftsbehörden der Länder ein reger Datenaustausch. Die GDWS - Außenstelle West - teilt den Landesbehörden ihre Wasserstands- und Abflussdaten mit und erhält deren Wassergütedaten .